Vorträge

Damit du dich noch tiefer mit einem Thema beschäftigen kannst, neue Informationen und Erkenntnisse gewinnen und den ein oder anderen Aha-Moment erleben kannst, kannst du gerne an unseren Vorträgen teilnehmen. Dazu haben wir in diesem Jahr rund 16 Vorträge, Lesungen und Workshops in vier verschiedenen Räumen für euch geplant.

Das Bild zeigt einige Menschen, die in einer Reihe auf Stühle nebeneinander sitzen und in Richtung linkem Bildrand schauen. Es scheint, als würde dort etwas sein, was die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich lenkt. Die Menschen sehen interessiert und entspannt aus. Der Raum ist in gelbes, warmes Licht getaucht.

unsere vorträge & workshops 2026

Kolonnaden-Saal 1

Stoma mit Anfang 20 und trotzdem selbstbewusst und glücklich?! Warum uns Colitis Ulcerosa nicht besiegt hat.

mit Julia Oswald (sie/ihr) & Jasmine Eckert (sie/ihr)

Wir zwei wollen gemeinsam über unseren persönlichen Weg mit Colitis Ulcerosa ganz ehrlich, direkt und ohne Beschönigung mit euch sprechen. Wir erzählen, wie die Erkrankung unser Leben Schritt für Schritt verändert hat, welche Herausforderungen wir durchlebt haben und welche unterschiedlichen Symtome uns begleiteten.
Trotz aller Versuche über Schulmedizin, Ernährungsumstellung und alternative Methoden wurden die Symptome irgendwann so stark, dass das Stoma, also die vollständige Entfernung des Dickdarms, unser letzter Ausweg war.
Wir wollen zeigen, dass Du mit Stoma nicht weniger wert bist oder ein eingeschränktes Leben führen musst. Und vor allem dass du dein Stoma nicht unter der Kleidung verstecken musst! Uns hat das Stoma zurück ins Leben geholt.
 
Text zu mir persönlich (Jasmine): Ich bin Jasmine, 22 Jahre alt. Vor 3 Jahren erhielt ich die Diagnose Colitis Ulcerosa. Zuerst schien alles mit Medikamenten im Griff, sogar eine Weltreise war möglich. Doch als die Symptome zurückkehrten, half nichts mehr. Vor 1.5 Jahren habe ich dann mein Stoma bekommen. Ich habe es sofort akzeptiert und keinen einzigen schlechten Tag damit gehabt, ich habe auch sofort die Rückverlegung abgelehnt! Dank meines Stomas studiere ich jetzt Onlinekommunikation, dadurch habe ich auch mit Social Media angefangen und zeige, dass man mit Stoma ein vollwertiges Leben führt. Mein Leben ist heute sogar besser als vorher, und genau das möchte ich anderen mitgeben.
 
Text zu mir persönlich (Julia): Ich bin Julia, 25 Jahre alt und ich lebe seit 10 Jahren mit einer seltenen Autoimmunkrankheit die sich hämophagozytische Lymphohistiozytose (kurz HLH) nennt. Seit 2023 habe ich zusätzlich die Diagnose Colitis Ulcerosa und seit 02/2025 lebe ich mit Ileostoma. Trotzdem habe ich ganz normal mein Abitur gemacht, studiert und stehe jetzt im Berufsalltag. Ich liebe es zu tanzen, das Kochen und Backen, bin super gerne draußen unterwegs und verbringe Zeit mit meiner Familie und Freunden.
MS-Therapie heute: Von verlaufs- bis alltagsmodifizierenden Therapien
 

mit Dr. med. Tristan Kölsche (Uniklinik Düsseldorf) (er/ihn) & Demecan

Wie sieht eine moderne MS-Therapie aus, die nicht nur den Befund, sondern den Menschen in den Mittelpunkt stellt? In diesem Vortrag gibt Dr. Tristan Kölsche einen kompakten Überblick über den aktuellen Stand der Wissenschaft. Neben den neuesten Entwicklungen in der MS-Forschung werfen wir einen ganz praktischen Blick auf die Verbesserung der Lebensqualität.
 
Dr. med. Tristan Kölsche ist Neurologe am Universitätsklinikum Düsseldorf und betreut in den Spezialambulanzen für Multiple Sklerose und für Spastikbehandlung täglich Menschen in einem der führenden zertifizierten DMSG-Zentren Deutschlands.
 
Sein Fokus liegt nicht nur auf der immunologischen, verlaufsmodifizierenden Therapie, sondern vor allem auch auf der symptomatischen Behandlung der Beschwerden von Menschen mit MS. Dr. Kölsche ist in der Community dafür bekannt, komplexe medizinische Themen auf Augenhöhe zu besprechen und Raum für den direkten Dialog zu schaffen. Sein Ziel ist es, Betroffene zu Experten ihrer eigenen Erkrankung zu machen und sie in die Behandlung aktiv einzubinden.
Trotz aller Versuche über Schulmedizin, Ernährungsumstellung und alternative Methoden wurden die Symptome irgendwann so stark, dass das Stoma, also die vollständige Entfernung des Dickdarms, unser letzter Ausweg war.

Frauen. Gesundheit. Stärke. E

in Panel Talk voller Perspektiven und Empowerment

mit Rabea (sie/ihr) @rabeaslittleworld, Melitta (sie/ihr) @hautwende, Louisa (sie/ihr) @atwinwithms 

und moderiert durch Helene Anschütz (sie/ihr) @chronisch.gut

Viele Autoimmunerkrankungen betreffen Frauen deutlich häufiger als Männer. Trotz ihrer chronischen Erkrankung meistern zahlreiche betroffene Frauen ihren Alltag, und ihren individuellen Gesundheitsweg mit Stärke, Resilienz und Selbstbestimmung. Doch ihre Stimmen werden im Gesundheitssystem noch immer zu selten gehört.

In unserem interaktiven Panel Talk bringen wir genau diese Stimmen auf die Bühne: starke Frauen, die ihre persönlichen Erfahrungen teilen, Einblicke in ihren Umgang mit chronischen Erkrankungen geben und darüber sprechen, was sich für eine bessere Gesundheitsversorgung von Frauen ändern muss. 

 

Mit dabei sind::

  • Rabea: Bekannt als @rabeaslittleworld, gibt sie Akne Inversa eine Stimme und stärkt das Selbstbewusstsein ihrer Follower.
  • Melitta: Auf dem Account @hautwende bringt sie das Thema chronische spontane Urtikaria mit ihren Reels direkt auf den Punkt – nahbar und ermutigend.
  • Louisa (@atwinwithms): Nimmt uns mit in ihre Welt mit MS und zeigt, wie sie mit ihrer chronischen Erkrankung umgeht und diese in ihren Alltag integriert. 
  • Moderiert wird die Runde von der erfahrenen Podcasterin und Content Creatorin Helene Anschütz. In ihrem Podcast Chronisch Gut bringt sie regelmäßig Betroffene und Mediziner an einen Tisch – bei uns moderiert sie das Panel mit ihrer Expertise als Insiderin und Profi.
Digitale Therapieanwendungen bei psychischen Erkrankungen (bspw. ADHS)

mit Joachim Graf v. Königsmarck (er/ihn), Facharzt für Psychiatrie & Psychotherapie, Münster & Medice

Apps auf Rezept, digitale Begleiter im Alltag und neue Wege der Unterstützung: Digitale Therapieanwendungen gewinnen auch im Bereich psychischer Erkrankungen zunehmend an Bedeutung. Doch was genau steckt dahinter – und wie hilfreich sind sie wirklich? Der Vortrag gibt einen verständlichen Einblick in digitale Therapieangebote am Beispiel von ADHS. Vorgestellt werden Möglichkeiten, Chancen und Grenzen moderner Anwendungen sowie deren Einsatz im Alltag und in der Behandlung. Medizinisches Vorwissen ist nicht erforderlich. Die Besucher erwartet ein praxisnaher Überblick über aktuelle Entwicklungen, konkrete Beispiele und Raum für Fragen und Diskussion.

Herr von Königsmarck führt seit 2018 eine eigene psychiatrische Praxis in Münster mit dem Schwerpunkt der Behandlung von ADHS im Erwachsenenalter

Kolonnaden-Saal 2

Unsichtbar krank in einer leistungsfixierten Welt – ME/CFS, Pacing und der richtige Umgang mit chronisch kranken Menschen

mit Alina Snowwhite (sie/ihr)

In meinem Vortrag möchte ich sichtbar machen, was oft übersehen wird: das Leben mit ME/CFS. Ich spreche über Erschöpfung, die nicht verschwindet, über Schmerzen, Reizüberflutung und darüber, wie es sich anfühlt, im medizinischen System nicht ernst genommen zu werden.
 
Dabei geht es auch um Medical Gaslighting, den Verlust von Vertrauen in den eigenen Körper und darum, was Menschen mit ME/CFS wirklich brauchen und wie Angehörige und das Umfeld unterstützend begleiten können.
 
Ich bin Alina, bald 30 Jahre alt.
 
Ich lebe seit 2019 mit ME/CFS und engagiere mich für Aufklärung, Sichtbarkeit und einen sensibleren Umgang mit chronischen Erkrankungen. In meinem Podcast spreche ich vor allem über Medical Gaslighting und darüber, was es bedeutet, mit einer unsichtbaren Erkrankung nicht ernst genommen zu werden. Kreativität, eine vegane Lebensweise sowie Kochen und Backen sind für mich wichtige Ressourcen im Alltag.

Gut begründet zum Ziel: Eingliederungshilfe und Unterstützung im Berufsleben

mit Benjamin Bechtle ( er/ihn)

Eingliederungshilfe soll Teilhabe ermöglichen – doch der Weg dorthin ist oft mühsam. Der Vortrag erklärt verständlich, wie Anträge aufgebaut sein sollten, warum Ablehnungen nicht ungewöhnlich sind und wie ein Widerspruch aussehen kann. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Unterstützungsleistungen bei Berufstätigkeit. Ziel ist es, Betroffene zu stärken und zu entlasten.
 
Beruflich in der Medizintechnik und ehrenamtlich als Richter am Sozialgericht aktiv, verbinde ich fachliches Know-how mit einer ordentlichen Portion Praxiserfahrung. Als Landesvorsitzender der DGM e.V. und Mitglied in verschiedenen Fachbeiräten setze ich mich leidenschaftlich für Barrierefreiheit und die Selbstbestimmt-Leben-Bewegung ein. Da ich selbst mit einer Muskelerkrankung lebe und meinen Alltag mit Assistenz sowie der Unterstützung meiner Mutter gestalte, kenne ich die Herausforderungen der Teilhabe aus erster Hand. Trotz dieser ‚halben Bibliothek‘ an Aufgaben ist mir wichtig, bodenständig zu bleiben und für echte, gelebte Inklusion zu kämpfen. Wenn dann noch Zeit bleibt, findet man mich zum Ausgleich am Computer, im Kino oder bei einem guten Konzert
 

Dein Leben, Deine MS: Strategien für den Umgang mit Progression

mit Christoph Lassek (er/ihn), Facharzt für Neurologie, Kassel & Sanofi / MS-Begleiter

Der Verlauf einer chronischen Erkrankung wie Multipler Sklerose ist mit vielen Fragen und Unsicherheiten verbunden. Ein zentrales Thema dabei ist die Progression, also das Voranschreiten der Erkrankung. Doch was bedeutet das eigentlich genau? Und wie kann man lernen, mit den Veränderungen umzugehen und den Alltag bestmöglich zu gestalten?
 
Unser Experte Christoph Lassek, Facharzt für Neurologie, erklärt in diesem Vortrag einfach und verständlich, was sich hinter dem Begriff MS-Progression verbirgt und welche Möglichkeiten es gibt, aktiv und selbstbestimmt mit dem Krankheitsverlauf umzugehen.
Fragen sind jederzeit willkommen! Wir freuen uns auf einen offenen und informativen Austausch mit Euch.
Christoph Lassek ist Facharzt für Neurologie und seit 2006 in einer neurologischen Gemeinschaftspraxis in Kassel und Vellmar niedergelassen. Zuvor war er mehrere Jahre als
Oberarzt an der neurologischen Intensivstation des Klinikums Kassel tätig.
Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der Behandlung von Menschen mit Multipler Sklerose. Zudem engagiert er sich im Ärztlichen Beirat der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft Hessen und in klinischen Studien zur MS-Therapie.

Kolonnaden-Saal 3

Gemeinsam stark im Alltag – innovative Hilfsmittelversorgung bei neurologischen Erkrankungen

mit Ayleen Walter (sie/ihr), Heike Altenhein (sie/ihr) & Ottobock

Ayleen (Anwenderin), Nutzerin des Exopulse und des C-Brace, schildert eindrucksvoll, wie moderne Versorgungskonzepte ihren Alltag, ihre Mobilität und ihr Selbstvertrauen verändert haben. Heike (Anwenderin und Versorgungsmanagerin Sanitätshaus Friedhoff), selbst C-Brace-Nutzerin und zugleich Versorgungsspezialistin, gibt zusätzlich Einblicke in die fachliche Perspektive und zeigt, wie wichtig das enge Zusammenspiel von Anwender:innen, Orthopädietechnik, Therapie und ärztlicher Begleitung ist. Der Vortrag macht deutlich: Innovative Orthesen entfalten ihr volles Potenzial erst dann, wenn Technik, Expertise und persönliche Erfahrung Hand in Hand gehen. Von Anwenderinnen für Anwender – praxisnah, ehrlich und motivierend.
Drei Realitäten, eine Verantwortung: Warum Inklusion nicht verhandelbar ist

mit Jo (they/them) 

Wann warst du das letzte Mal auf einer wirklich barrierefreien Veranstaltung? Vermutlich kannst du dich nicht erinnern- denn gesellschaftliche Räume sind selten für alle zugänglich.
Als queere, neurodivergente und mehrfach chronisch kranke Person bringe ich drei Perspektiven mit, die zeigen: Inklusion ist Pflicht. Wir werden darüber sprechen, wie wir Räume Inklusiv gestalten können, damit Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen Teilnehmen können.
Denn wenn wir nicht inklusiv gestalten, entstehen Barrieren. Und Barrieren bedeuten Ausschluss und Diskriminierung.
 
Hi, ich bin Jo- autistisch, ADHS, mehrfach chronisch krank und queer.
Ich bin Social-Media Specialist mit Fokus auf DEI und Journalist*in.
Online erzähle ich habe ich Geschichten und arbeite für Minzgespinst n.e.V.
Jetzt bringe ich mein Wissen auf die Bühne, manchmal habe ich auch Glitzer dabei.
Ich freu mich drauf, dich zu sehen!
Foto von Jana, einer Frau Ende 20 mit weißer Haut, vielen Tattoos, kurzen schwarzen Haaren und schwarzer Kleidung. Sie lacht
Foto von Christian, einem weißen Mann mit einer Brille und ohne Haare auf dem Kopf. Er trägt ein weißes Hemd und eine schwarze Weste undi spricht auf dem Foto in ein Mikrofon.
CED & Stoma: Informiert entscheiden, selbstbestimmt leben – Ein interaktiver Vortrag für mehr Expertise, Mut und Zuversicht
 

mit Jana Gottert (sie/ihr), Christian Limpert (er/ihn) & Stoma-Welt e.V.

Du lebst mit einem Stoma oder sollst bald eines bekommen? Wann ist das Stoma die richtige Entscheidung? Und wie lebt es sich mit dem Beutel am Bauch? Darüber sprechen wir mit euch, aus Sicht der Betroffenen und der Fachärzte. Und beantworten eure Fragen.
 
Jana Sophie ist seit über sechs Jahren fester Bestandteil der CED- und Stoma-Community auf Instagram. Unter dem Pseudonym @nocolon.stillrollin bloggt sie über ihre chronisch entzündliche Darmerkrankung und ihren Weg bis hin zum Stoma. Dazu engagiert sich sich seit viel Jahren ehrenamtlich als Peer und etablierte sich selbstständig als Aktivistin, Speakerin sowie Unternehmensberaterin. Inzwischen ist sie auch Teil der Stoma-Welt und unterstützt diese, wo sie nur kann.
Christian ist aufgrund einer CED-Erkrankung seit mehr als 30 Jahren Stomaträger und bereits 25 Jahren in der Selbsthilfe aktiv. Das Team der Stoma-Welt unterstützt Stomaträger*innen und ihre Angehörigen im gesamten deutschsprachigen Raum. Als persönliches Steckenpferd setzt sich Christian dabei vor allem politisch für die Interessen der Stoma-Community ein.

Kolonnaden-Saal 4

Wenn Medizin viral wird – Fakt oder Fake im KI-Check

mit Anja Thelen (sie/ihr)
& Roche Pharma AG  

 Gesundheitsinformationen verbreiten sich heute rasant schnell über Social Media wie TikTok, Instagram und Facebook. Immer mehr Influencer teilen vermeintliche „Heilmethoden“ – doch nicht alles, was viral geht, ist auch medizinisch korrekt. In diesem interaktiven Workshop lernen Patient:innen, wie Künstliche Intelligenz unterstützen kann, medizinische Falschinformationen in Social Media Reels kritisch zu überprüfen.Der Workshop kombiniert Live-Demos sowie praktische Tools für einen verantwortungsvollen Umgang mit KI im Gesundheitskontext.
 

Anja ist Patient Partnership Lead in der Neuroimmunologie und AI Strategy Lead bei Roche Pharma. Die Gesundheitsökonomin engagiert sich dafür, Künstliche Intelligenz verständlich zu erklären und Menschen zu befähigen, KI im Umgang mit ihrer Erkrankung sowie bei der gemeinsamen Entscheidungsfindung mit dem Behandlungsteam verantwortungsvoll zu nutzen. Auch privat lässt sie KI nicht los: In ihrer Freizeit läuft sie Marathon und trainiert mit einem selbst entwickelten KI-Trainingsassistenten.

Das perfekte Match: Wie du und dein Neuro Besties werdet und ihr gemeinsam die Weichen für dein Leben mit MS stellt 

mit Dr. Daniela Rau (sie / ihr) Neurologin, Jana (sie /ihr)  von den @_ms_besties_ & Christina (sie/ihr) 
von trotz MS & Roche Pharma

& Roche Pharma AG  

Hand aufs Herz: Wie läuft es zwischen dir und deinem Neurologen oder deiner Neurologin? Seid ihr schon ein eingespieltes Team oder hast du noch viele Fragezeichen, wenn es um dein Leben mit MS und deine Therapie geht? Der Schlüssel für ein selbstbestimmtes Leben mit MS und die optimale MS-Therapie ist Kommunikation auf Augenhöhe – wie echte Partner im Team Gesundheit.

In diesem interaktiven Workshop gibt Neurologin Dr. Daniela Rau Orientierung im Therapie-Dschungel und erklärt dir, worauf es bei der Therapieenscheidung ankommt. Anschließend diskutieren wie gemeinsam mit MS-Influencerin Jana (_ms_besties_) im Panel, wie echtes Shared Decision Making gelingt. Erfahre, wie du deine Wünsche selbstbewusst einbringst, deine Therapie aktiv mitgestaltest und warum dein Neuro dein wichtigster Verbündeter ist. Bring deine Fragen mit und werde zum Co-Piloten deiner Gesundheit!

Mitten im Job und chronisch krank: Wege zum Traumberuf

mit Stefanie Kirwald (sie/ihr) und Tanja Pilz (sie/ihr) & myAbility

 

Wie gelingt der Einstieg ins Berufsleben mit einer chronischen Erkrankung? Und was
braucht es, um langfristig gut und selbstbewusst arbeiten zu können?

In diesem spannenden Gespräch geben Stefanie Kirwald und Tania Pilz von myAbility
persönliche Einblicke in ihren Weg mit Morbus Crohn und Multipler Sklerose. Sie sprechen offen über Herausforderungen im Bewerbungsprozess, den Umgang mit Barrieren und die Frage, wann und wie eine Erkrankung am Arbeitsplatz thematisiert werden kann.

Im Fokus stehen dabei nicht nur individuelle Strategien, sondern auch die Rolle von
Unternehmen: Wie gelingt offene Kommunikation im Bewerbungsgespräch und im
Arbeitsalltag? Und wie können Arbeitgeber:innen aktiv zu einem inklusiven Umfeld
beitragen?
Zudem werden wertvolle Inputs und konkrete Tipps für euren eigenen Karriereweg
verraten: von der Stärkung des Selbstbewusstseins über den Umgang mit Unsicherheiten bis hin zu praktischen Empfehlungen für Bewerbung und Berufsalltag.

Ein ehrlicher Austausch über Selbstentwicklung, Mut und neue Perspektiven – für alle, die ihren eigenen Weg zum Traumberuf gestalten wollen.

Stefanie Kirwald ist Diplom-Kauffrau und hat viele Jahre Erfahrung in Wirtschaft, Wissenschaft und Beratung. Aus ihrer eigenen Lebensgeschichte mit Morbus Crohn weiß sie, wie man mit Vorurteilen umgehen kann. Sie macht Mut, den Blick auf die eigenen Stärken und Fähigkeiten zu richten und das eigene Potenzial zu zeigen.

Tania Pilz ist Marketing-, Kommunikationsexpertin und Aktivistin in der europäischen Multiple-Sklerose-Community. Sie setzt sich besonders für junge Menschen mit MS ein und spricht über inklusive Karrierewege, Selbststärkung und Self-Advocacy. Mit ihrer Kreativität klärt sie aktiv über das Leben und Arbeiten mit chronischen Erkrankungen auf.

Kolonnaden-Saal 5

Aktivismus mit chronischer Erkrankung und / oder Behinderung

mit Hannah (sie/ihr) & Zoe (sie/ihr) 

Was bedeutet Aktivismus mit Behinderung oder chronischer Erkrankung – und warum ist er oft überhaupt nötig? In diesem interaktiven Workshop sprechen wir über Barrieren, Nicht-Mitdenken, Repräsentation und die Frage, wie Aktivismus aussehen kann, ohne dabei die eigenen Grenzen zu übergehen. Gemeinsam tauschen wir Erfahrungen aus, sammeln Ideen für strukturelle Veränderungen und überlegen, welche Formen von Sichtbarkeit, Widerstand und Selbstschutz für uns persönlich möglich sind. Der Workshop lädt zum Mitdenken, Mitreden und Empowern ein – ohne Druck, „perfekt aktivistisch“ sein zu müssen.

Hier stellen sich Hannah und Zoe vor: 

Hannah: Ich bin Hannah aus Düsseldorf, studiere Medizin in Essen und lebe mit Friedreich-Ataxie, einer seltenen neuromuskulären Erkrankung, die zu einer körperlichen Behinderung führt. Seit Sommer 2019 bin ich bei Fridays for Future aktiv – für inklusiven und gerechten Klimaschutz. In den letzten Jahren war ich in Bündnissen wie „Zusammen gegen Rechts“, „Essen stellt sich quer“, „AfD-Verbot jetzt!“ und weiteren aktiv. Auf Instagram teile ich als @ein_normales_maedchen Einblicke in meinen Alltag – irgendwo zwischen Rollator, Rollstuhl, Uni-Stress und (Klima-)Demos. 
 
Zoe: Mein Name ist Zoe, ich wohne in Würzburg, bin 27 Jahre alt und arbeite als Sozialarbeiterin. Vor 13 Jahren wurde bei mir ebenfalls Friedreich Ataxie diagnostiziert. Nach der Schulzeit begann für mich ein ganz neuer Lebensabschnitt mit Mobilitätshilfen und einer unbändigen Lust, die ganze Welt zu bereisen. Je älter ich wurde, desto mehr habe ich mich mit mir als behindertem Menschen, dem Konstrukt ‚Behinderung‘ und anderen gesellschaftskritischen Themen auseinandergesetzt. Je tiefer ich ging, desto mehr kam der Wunsch, meine Erfahrungen und Gedanken nach außen zu tragen, um Menschen mit ähnlichen Erfahrungen kennenzulernen und empowern zu können. Auf Instagram unter @zoewheelstheworld teile ich nun Einblicke in mein Leben als behinderte junge Frau, in meine Rollstuhl-Reisen und meinen beginnenden Aktivismus.

Zwischen Licht und Schatten
– mit Ambivalenz leben

mit Adina Hermann (sie/ihr), Mechthild Kreuser (sie/ihr) & Raúl Krauthausen (er/ihn) 

In der Behindertenbewegung hören wir oft: “Wir sind nicht behindert, wir werden behindert!”. Zu Recht! Schließlich wollen wir alle weg von dem defizitorientierten Bild, das Behinderung als etwas Leidvolles darstellt. Weg von dem Klischee, dass wir nur traurig sind, ständige Rücksichtnahme brauchen und eine Belastung für Andere darstellen.
 
Doch in diesem wichtigen Kampf um ein starkes, selbstbestimmtes Leben entsteht eine neue Gefahr: Menschen, die tatsächlich hart mit ihrer Behinderung zu kämpfen haben und sich in Abhängigkeiten befinden, fühlen sich in diesem Diskurs oft nicht repräsentiert oder unverstanden.
 
Genau hier setzt unser einstündiger Panel an: Es geht nicht darum, alles zu akzeptieren oder krampfhaft positiv umzudeuten. Es geht darum, mit dem Leben zu lernen, was sich nicht einfach lösen lässt und genau darin einen authentischen Platz für sich selbst zu finden.
 
Wir, Mechthild Kreuser, Adina Hermann und Raúl Krauthausen, möchten gemeinsam mit euch einen Raum schaffen, um echt zu sein – auch mit dem, was wehtut. Das Leben ist nicht immer nur Mut, Motivation und Magie. Manchmal ist es auch Scham, Schwäche und Schmerz. In einem offenen Dialog beleuchten wir die Gleichzeitigkeit des Lebens: Wir üben uns darin, die Trauer um Verlorenes UND gleichzeitig die Liebe zum Leben auszuhalten. Freude und Erfüllung dürfen neben Schmerz und Struggle existieren, Stärke neben Schwäche.
 
Foto Adina: BarriereScouts Porträts
Foto Raúl: Anna Spindelndreyer

Kämpferherzen verdienen echte Unterstützung

mit Anahitata Ghazaei (sie/ihr), Sabine Thusek (sie/ihr), Pascal Kreilinger (er/ihn) & die Agentur für Haushaltshilfe 

Als Nr. 1 in Deutschland bietet die Agentur für Haushaltshilfe professionelle Alltagsbegleitung und Haushaltshilfe für Menschen mit Pflegegrad oder ärztlicher Verordnung. Doch es geht um mehr als nur Hilfe im Haushalt: Es geht um Zeit, Verständnis und eine verlässliche Unterstützung im Alltag. Ihr Ziel ist es, Menschen ein selbstbestimmtes Leben in ihrem eigenen Zuhause zu ermöglichen und gleichzeitig Angehörige spürbar zu entlasten.
Besonders engagiert sich die Agentur für Haushaltshilfe für Menschen mit ME/CFS sowie für Familien, in denen ADHS eine Rolle spielt – Gruppen, deren Herausforderungen im Alltag oft unterschätzt werden.
 
Im Vortrag erfahren Besuchende, welche Unterstützungsmöglichkeiten es für Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen gibt, wie Hilfe über einen Pflegegrad finanziert werden kann und wie konkrete Entlastung im eigenen zuhause aussehen kann. Der Vortrag richtet sich an Betroffene, Angehörige und alle, die nach echter Unterstützung im Alltag suchen.
 
Die Besuchenden lernen Pascal Kreilinger, Anahita Ghazaei und Sabine Thusek von der Agentur für Haushaltshilfe kennen. Pascal Kreilinger ist Regionalleiter in unserem Unternehmen und gibt Einblicke in unsere Arbeit und unsere Mission, Menschen so lange wie möglich im eigenen zuhause zu unterstützen. Anahita Ghazaei und Sabine Thusek sind im Außendienst tätig und stehen täglich im direkten Austausch mit Betroffenen und Familien – Sabine Thusek ist zudem auf verschiedene Krankheitsbilder spezialisiert und zeigt, welche konkreten Hilfen im Haushalt möglich sind.
(M)achtvolle Selbstfürsorge durch MBSR (mindfullbased Stressreduction Programm) in Zeiten der (M)achtlosigkeit verstärkt durch eine chronische Erkrankung – eine Betrachtung der wissenschaftlich belegten Wirkweise

mit Karin Siniosoglou (sie/ihr) 

In einer Zeit, in der Leben über Leistung und normative Gesundheitsvorstellungen definiert wird, erlebe ich, wie entscheidend die eigene Haltung zu einer chronischen Erkrankung ist – und dass Selbstmitgefühl ein kraftvollerer Begleiter ist als Selbstkritik und Selbstzweifel.
Aus Sicht der Achtsamkeit ist eine chronische Krankheit nicht nur ein medizinischer Zustand, sondern eine dauerhafte Lebenserfahrung, die Aufmerksamkeit, Beziehung und Mitgefühl braucht.
Achtsamkeit lädt dazu ein, den Körper wahrzunehmen, wie er jetzt ist – ohne ihn ständig zu bekämpfen und Schmerz, Erschöpfung oder Einschränkungen nicht zu verdrängen, aber auch nicht mit der eigenen Identität gleichzusetzen. Studien belegen, dass regelmäßige Achtsamkeitspraxis den Umgang mit chronischem Stress, Schmerzen und Krankheit erleichtert.
 

Zur Ausbildung als Achtsamkeitstrainerin bin ich durch meine eigene neurologische Erkrankung, die Migräne gekommen. Als alleinerziehende, berufstätige Mama war ich besonders in der Kleinkindzeit gefordert und Selbstfürsorge war sehr häufig ein Wort, dass ich für andere verwendete in einem Beruf aus einem sozialen Hintergrund. Derzeit bilde ich mich fort als Lehrerin für MBSR bei der IAM-Tübingen, nachdem ich selbst die positive Wirkkraft dieses Stressreduktionprogramms in meinem eigenen Leben mit Migräne und seit 2022 zusätzlich Postcovid erfahren habe.

Foto: Timo Eger

Kolonnaden-Saal 6

Gemeinsam entscheiden – Dein Mitmach‑Workshop für echte Augenhöhe 

Arzt‑Patient:innen‑Kommunikation auf Augenhöhe ist in aller Munde – doch wie gelingt sie wirklich im Alltag? In unserem interaktiven Workshop tauchst du gemeinsam mit anderen Teilnehmenden in die Welt des Shared Decision Making ein.

Erlebe in Kleingruppen, wie gute Kommunikation funktioniert, wo sie an ihre Grenzen stößt und welche Strategien dir helfen können, selbstbewusst und vorbereitet ins nächste Arztgespräch zu gehen.

Freu dich auf spannende Diskussionen und konkrete Tipps, die du direkt in deinem nächsten Termin anwenden kannst.

Mit dabei sind:

  • Melitta: Sie teilt ihre Erfahrungen im Umgang mit der chronischen Urtikaria und zeigt, wie man den Mut findet, Dinge anzusprechen.
  • Pauline: Sie engagiert sich für MS-Betroffene und untersucht in ihrer Masterarbeit ganz gezielt, wie Patienten und Ärzte besser zu gemeinsamen Entscheidungen finden können.
  • Phil: Er ist seit vielen Jahren wegen seiner juvenilen idiopathischen Arthritis in Behandlung und hat viel Erfahrung darin gesammelt, sich aktiv in seine eigene Therapie einzubringen.
  • Olli: Als Arzt berichtet er von seinen Erfahrungen und erläutert, was aus ärztlicher Sicht wichtig ist, damit ein Gespräch auf Augenhöhe für beide Seiten funktioniert.
Resilienz: 
Wege zu mehr innerer Stärke.

Coole Socke oder emotionaler Dampfkessel? Warum Menschen 
so unterschiedlich reagieren.

mit Frau Dr. Astrid Riedel (sie/ihr) 

Resilienz ist in aller Munde. Alles und jede/r sollen resilient sein: die Wirtschaft, das Klima – und wir Menschen natürlich auch.
Doch was bedeutet Resilienz überhaupt? Woher kommen psychische Widerstandskraft und innere Stärke und wie können wir diese fördern? Was hilft uns, Herausforderungen und Krisen zu meistern?
All diesen Fragen wird Frau Dr. Astrid Riedel in ihrem Workshop nachgehen.

Sie erklärt, welche „inneren Antreiber“ uns aus dem Gleichgewicht bringen,  und zeigt Wege auf, wie wir unsere Resilienz stärken können – für mehr innere Ruhe und Gelassenheit! 

Dr. Astrid Riedel, Regensburg, ist als Beraterin im Gesundheitswesen tätig, in den Bereichen Organisations- und Teamentwicklung.
Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit dem Themenkomplex Stressbewältigung und Resilienz. Sie legt großen Wert darauf, Inhalte nicht zu theoretisch, sondern anschaulich und praxisnah zu vermitteln.
Ihr Bruder war auch ein Kämpferherz: er hat fast ein Vierteljahrhundert – trotz Gehirntumors – ein gutes Leben leben dürfen, zuletzt unter Betreuung seiner Schwester Astrid.

Wenn der Körper spricht – mit Schmerz leben, nicht gegen ihn kämpfen 

mit Tanja Multinu (sie/ihr), Heilpraktikerin, Physiotherapeutin & Mental Coach & AbbVie

(Fotot-Credits: Studioline)

Ob Migräne, chronische Darmerkrankung oder Schmerzsyndrom – chronisch krankzu sein bedeutet oft, zwei Kämpfe gleichzeitig zu führen: einen gegen dieErkrankung und einen gegen das zusätzliche Leid, das Hadern, die Erschöpfung,das Gefühl des Kontrollverlusts.In diesem Workshop lernen Sie, mit dem Schmerz in Kontakt zu gehen statt gegenihn zu kämpfen. Sie entdecken, was trotz Erkrankung möglich ist – und was IhrKörper Ihnen eigentlich sagen will. Sie erleben neurobiologisch fundierte Übungen,die den Parasympathikus aktivieren und sofort wirken: vom Gespräch mit demSchmerz über gezielte Atemtechniken bis hin zu einfachen Bewegungen, die dasNervensystem beruhigen.Dazu lernen Sie, wie ein strukturiertes Arztgespräch Ihnen hilft, weniger in derEmotionalität zu bleiben und schneller zu Lösungen zu kommen – denn je klarer SieIhre Symptome beschreiben können, desto mehr Zeit bleibt für echte Antworten.Sie gehen nach Hause mit zwei bis drei konkreten Werkzeugen, die Sie auch anschlechten Tagen anwenden können – und einem neuen Blick auf Ihren Körper.Tanja Multinu ist Heilpraktikerin, Physiotherapeutin und Mental Coach – und selbstBetroffene mit über 30 Jahren Erfahrung auf beiden Seiten

Frau Tanja Multinu (sie / ihr) – Ich bin Heilpraktikerin, Physiotherapeutin und Mental Coach…

  • … und kenne chronischen Schmerz nicht nur von Patienten. Vier Rücken- und
      Knieoperationen, anderthalb Jahre in Kliniken und Reha, und mit 49 Jahren die
      Migräne
  • … mein Körper hat mich alles gelehrt, was kein Lehrbuch kann. Heute begleite ich in meiner Praxis multitherapie.com Menschen mit Migräne und chronischen Schmerzen
  • … ganzheitlich, auf Augenhöhe. Als Autorin für AbbVie Care gebe ich weiter,
    was mir selbst so lange gefehlt hat. 
 

Aktionsfläche

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Abendprogramm

Nachdem du bei den Workshops und auf der Aktionsfläche viele neue Informationen erfahren hast, folgt ein spannendes Abendprogramm. Erfahre hier, welche Unterhaltung du erwarten kannst.

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